
Zur Arbeit von Christine Bänninger
Dem Drang «mit Haut und Haar» zu malen lässt sie freien Lauf.
Malerei und Körper, Körper und Malerei sind ohne einander undenkbar.
Grosszügig und unkontrolliert übers Blatt gemalte, gegossene und gewischte Farbe sind der Grund ihrer Bilder und Papierschnitte. Das Prinzip Zufall in der impulsiven Arbeitsweise lässt Spuren auf den Bildträgern auswachsen und verdichten. Nach dem Farbakt lichtet die Künstlerin gewachsene Strukturen aus. In diesem Prozess sucht sie nach einer Essenz und befreit diese mit Pinsel oder Messer.
Die Malerin und Performerin vergleicht ihre künstlerischen Prozesse mit Waldarbeit, Baumpflege oder Gartenarbeit. Das Auslichten, Schneiden und Jäten zu Gunsten eines ungehinderten Wachstums von Pflanzen und Bäumen ist ihr seit ihrer Kindheit auf dem Bauernhof vertraut. In ihrer künstlerischen Arbeit verhält es sich ähnlich. Durch den Prozess des Weglassens entwickelt sie Schritt für Schritt ihr Werk.

